Information Retrieval

Chair: Udo Kruschwitz


(Un)bekannte Akteure auf der Suchergebnisseite?

Ein Vergleich zwischen selbst eingeschätzter und tatsächlich vorhandener Suchmaschinenkompetenz deutscher InternetnutzerInnen

Sebastian Schultheiß, Dirk Lewandowski

Hamburg University of Applied Sciences, Department of Information

Abstract

Kommerzielle Suchmaschinen sind ein wichtiges Rechercheinstrument für den Wissenserwerb in der Gesellschaft. Es ist wichtig, dass NutzerInnen verstehen, wie die Treffer in Suchmaschinen zustande kommen, damit sie fundierte Entscheidungen in ihrer Trefferauswahl treffen können. Die Darstellung und Reihenfolge der Treffer auf Suchergebnisseiten haben das Potential, Einfluss auf den Wissenserwerb der NutzerInnen zu nehmen. Dieser Einfluss erfolgt durch die Suchmaschinenbetreiber selbst sowie durch Akteursverbünde aus Suchmaschinenoptimierung (SEO) und -werbung (SEA). Wie anhand der Daten aus einer repräsentativen Online-Befragung mit n = 2.012 deutschen InternetnutzerInnen gezeigt wird, verfügen diese über eine hohe Einschätzung der eigenen Suchmaschinenkompetenz. Die Einflüsse durch SEO und SEA sind jedoch dem Großteil der NutzerInnen nicht hinreichend bekannt. Dies gilt auch für diejenigen InternetnutzerInnen, die ihre Suchmaschinenkompetenz als hoch einschätzen. Dieser Widerspruch zwischen selbst eingeschätzter und tatsächlich vorhandener Suchmaschinenkompetenz ist problematisch. Fehlt die Kenntnis der Einflüsse durch SEO und SEA, fehlt damit auch die Grundlage für eine bewusste und kritische Ergebnisselektion sowie die Auseinandersetzung mit den Suchergebnissen. Aufgrund des hohen Stellenwerts von Suchmaschinen für den Wissenserwerb besteht somit der Bedarf, die Suchmaschinenkompetenz deutscher InternetnutzerInnen zu fördern und ein Bewusstsein externer Einflussgruppen zu schaffen.

Keywords: Suchmaschinen; Google; Suchmaschinenoptimierung; Suchmaschinenwerbung; Informationskompetenz


Kollaboratives Informationssuchverhalten von Personen unterschiedlicher Generationszugehörigkeit

Carolin Schulz, Stefanie Elbeshausen, Christa Womser-Hacker

Universität Hildesheim

Abstract

This paper aims at investigating the collaborative information seeking between members of different generations. The task is to search travel information with the objective to plan a journey. Based on the conducted study, the organization and leadership as well as assumed positions of the members were explored.  Consequently, the central research question is “How is collaborative information seeking between different generations done?“. To answer this question, a qualitative study was conducted where different groups took part in a search scenario. Afterwards they participated in semi-structured group interviews. By means of a content analysis of videos from the scenarios as well as the interviews, the data was evaluated qualitatively. It became apparent that the procedure and the organization in the different groups were similar and that equal steps were covered. A leadership could only be determined to a limited extent, but taken positions or roll-patterns during the search process were visible.

Keywords: Collaborative Information Seeking; Generationen; qualitative Forschung; videobasierte Inhaltsanalyse


Den Einfluss der Suchmaschinenoptimierung messbar machen:

Ein halb-automatisierter Ansatz zur Bestimmung von optimierten Ergebnissen auf Googles Suchergebnisseiten

Sebastian Sünkler, Dirk Lewandowski

Hamburg University of Applied Sciences, Department of Information

Abstract

Suchmaschinenoptimierung (SEO) kann einen erheblichen Einfluss auf die Suchergebnisseiten in kommerziellen Suchmaschinen haben. Bisher ist jedoch unklar, welcher Anteil der (Top-)Ergebnisse tatsächlich optimiert wurde und wie dies die Auswahl und das Ranking der angezeigten Treffer bestimmt. Für die Untersuchung über den Einfluss von SEO auf die Suchergebnisse haben wir halb automatische Prozesse und ein Software-Framework entwickelt, das mit einem regelbasierten Klassifikator die Wahrscheinlichkeit von Optimierungsmaßnahmen auf Suchergebnissen zu ermittelt. Der Ansatz basiert auf 20 Merkmalen, zu denen die Analyse über genutzte SEO-Plugins und Analytics Tools, die Auswertung technischer Indikatoren wie die Ladegeschwindigkeit und die Verwendung bestimmter Tags wie zur Description sowie eine manuelle Klassifikation auf Basis von vorab zusammengestellten Listen mit optimierten und nicht optimierten Webseiten gehört. Dieser Ansatz wurde auf drei Datensätzen mit insgesamt 2.043 Suchanfragen und 263.790 Ergebnissen angewendet. Die Ergebnisse zeigen, dass ein großer Teil der in Google gefundenen Seiten zumindest wahrscheinlich optimiert ist, was im Einklang mit Aussagen von SEO-Experten steht, die sagen, dass es sehr schwierig ist, ohne die Anwendung von SEO-Techniken in Suchmaschinen sichtbar zu werden.

Keywords: Suchmaschinen; Suchmaschinenoptimierung; SEO; Datenanalyse   


Ist die Webseite suchmaschinenoptimiert?

Vorstellung eines Online Tools zur Analyse der Wahrscheinlichkeit der Suchmaschinenoptimierung auf einer Webseite

Sebastian Sünkler, Dirk Lewandowski

Hamburg University of Applied Sciences, Department of Information

Abstract

Das SEO Tool ist eine Webanwendung, die die Wahrscheinlichkeit von Suchmaschinenoptimierung (SEO) auf einer Webseite ermittelt. Für die Berechnung der Wahrscheinlichkeit werden insgesamt 20 Merkmale halb automatisch erhoben und in drei Prozessen ausgewertet. Dafür analysiert das Tool zuerst den Quelltext der URL auf Informationen über die Verwendung von SEO-Plugins und Analytics Tools. Zweitens bestimmt es die Kategorie der gegebenen URL anhand manuell klassifizierter Websites, und schließlich berechnet es verschiedene technische und inhaltliche SEO-Indikatoren. Die Ergebnisse aus diesen Prozessen bilden anschließend die Basis für die Einordnung der URL anhand eines regelbasierten Klassifikators. Die Demo des Tools ist unter http://5.189.155.20:5000/ verfügbar.

Keywords: Softwaredemonstration, Suchmaschinen; Suchmaschinenoptimierung; SEO; Datenanalyse

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